Dr. med. Fabian & Branislava Singbartl

Fachärzte für HNO-Heilkunde - Allergologie - Naturheilverfahren - Schlafmedizin - plastische Operationen

Allergologie in der Praxis

Allergische Erkrankungen gehören in den Industriestaaten zu den weitaus häufigsten Erkrankungen. In allen Altersklassen diagnostizieren Ärzte immer häufiger allergische Symptome. Die meisten Allergiker entwickeln in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedliche Manifestationsformen von Allergien. Dieses Phänomen wird als »allergischer Marsch« bezeichnet. So mag der Säugling mit atopischer Dermatitis dann im Kindesalter unter Heuschnupfen und als junger Erwachsener unter Asthma bronchiale leiden. Menschen mit Allergien leiden zum Teil erheblich unter den Folgen ihrer Erkrankung.


Wie läuft die Allergiediagnostik in der Praxis ab?

Pollenflugkalender - wann ist die Allergie am schlimmsten

Nach einem ausführlichen Patientengespräch erfolgt eine körperliche Untersuchung. Danach werden im Rahmen einer Provokationstestung die verdächtigen Stoffe in starker Verdünnung auf den Unterarm aufgebracht. Nachdem mit einer kleinen Lanzette die Haut oberflächlich eingeritzt wurde, zeigt sich anhand der Hautreaktion eine Allergie. Die so gewonnen Erkenntnisse können durch eine Blutuntersuchung konkretisiert werden.


Welche Therapie besteht bei Heuschnupfen?

Neben der symptomatischen Therapie (siehe hierzu unser Merkblatt) ist die Immuntherapie die einzige kausale Therapie. Bei der Immuntherapie oder Hyposensibilisierung  werden den Patienten Allergenextrakte mit der Absicht verabreicht, eine immunologische Toleranz zu erzeugen.

Das konkrete Vorgehen unterscheidet sich je nach Allergen und verwendetem Allergenextrakt. Bei jeder Hyposensibilisierung wird die Allergendosis zu Beginn der Behandlung langsam gesteigert, bis eine Erhaltungsdosis erreicht ist. Diese wird in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von wenigstens zwei bis drei Jahren gespritzt. Dabei entscheidet die Art des Allergenextrakts, wie schnell eine Aufsättigung möglich ist und wie lang die Spritzabstände sein dürfen. Diese liegen üblicherweise bei einer bis zwei Wochen und können bei Allergoiden auf vier Wochen ausgedehnt werden.

Die Dauer der Therapie wird vom klinischen Therapieerfolg abhängig gemacht. Zeigt sich nach einem oder zwei Jahren kein Erfolg, muss die ursprüngliche Indikation überprüft werden. In Einzelfällen wird auch länger als drei Jahre therapiert, was insbesondere für die Insektengiftallergien empfohlen wird.

Die meisten unerwünschten Wirkungen sind Lokalreaktionen, auch größeren Durchmessers. Diese milderen Reaktionen lassen sich gut behandeln und führen zunächst nur dazu, dass der Allergologe die Dosis des Allergens wieder verringert. Nebenwirkungen werden begünstigt durch Infekte, Stress oder andere Belastungen, Schilddrüsenerkrankungen oder anderweitige Allergenexposition.


Allergie und Heuschnupfen
Informationen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie von Allergien
Allergie-sec.pdf (140.16KB)
Allergie und Heuschnupfen
Informationen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie von Allergien
Allergie-sec.pdf (140.16KB)