Dr. med. Fabian & Branislava Singbartl
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Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit betrifft Menschen aller Altersgruppen. Etwa 15-20% der erwachsenen deutschen Bevölkerung hat zu einem Gewissen Grade eine Hörstörung. Jenseits des 75. Lebensjahres sind über die Hälfte der Patienten auf Hörhilfen angewiesen. Häufig ist eine Hörberhinderung der Beginn des sozialen Rückzuges und sollte daher in jedem Falle therapiert werden.

Auch Kinder können betroffen sein und so bereits früh gegenüber ihren Altersgenossen Entwicklungsverögerungen aufweisen.  Hier ist eine frühzeitige Versorgung ebenfalls von ernormer Wichtigkeit.


Der Mechanismus des Hörens

Schallwellen werden über die Luft übertragen. Unsere Ohrmuschel bündelt den Schall und leitet ihn in unseren Gehörgang. Das Trommelfell nimmt die Schallwellen als Vibrationen auf und leitet Sie über die Gehör-knöchelchenkette weiter auf unserer Hörschnecke. Hier werden die Vibrationen in elektrische Impulse umgewandelt. Verantwortlich dafür dins unsere Hörnervenzellen. Diese elektrischen Impulse werden über den Hörnerven zu unserem Gehirn weitergeleitet. Hier findet dann Verstehen statt.


Arten der Schwerhörigkeit

Generell liegen zwei Hauptgruppen von Schwerhörigkeiten vor. Die als Schallleitungsschwerhörigkeit bezeichnete Hauptgruppe hat ihren Ursprung im Gehörgang, Trommelfell oder Mittelohr. Die Schalllempfindungsschwerhörigkeit, auch sensorineurale Schwerhörigkeit, geht dagegen vom Innenohr aus.

Die häufigsten Gründe für Schallleitungsschwerhörigkeit sind zum Beispiel Ohrenschmalz (Cerumen), ein Loch im Trommelfell oder Sekret hinter dem Trommelfell. Der Schall trifft also auf ein Hindernis und kann nicht zum Innenohr weitergeleitet werden. In der Regel lassen sich diese Beschwerden durch einen HNO-Arzt beheben.

Anders ist es bei Schallempfindungsschwerhörigkeit. Hier sind die Hörnervenzellen betroffen und können Schall nicht mehr in Nervenimpulse umwandeln. Das am häufigsten angetroffene Beispiel dafür ist die Alterschwerhörigkeit. Bei dieser Art der Schwerhörigkeit sind aufgrund des fortgeschrittenen Alters ein Teil der Hörnervenzell untergegangen. Leider können diese Hörnervenzellen nicht ersetzt werden. Dies ist besonders wichtig wenn wir an akute Hörminderungen oder auch den Hörsturz denken. Hier kommt es ebenfalls zu einem Untergang von Hörnervenzellen. Es ist daher von ernomer Bedeutung für das Resthörvermögen schnell die richtige Behandlung einzuleiten.


Wie behandelt man Schwerhörigkeit?

Bei Schallleitungsschwerhörigkeit muss das Hindernis für die Schallübetragung behoben werden. Dies bedeutet ggf. die Entfernung von Ohrenschmalz aus dem Gehörgang aber auch den Verschluß einer Trommelfellperforation.

Bei Schallempfindungsschwerhörigkeit muss das vorhandene Defizit im Bereich der Hörnervenzellen entweder durch Verstärkung der Schallwellen ausgeglichen (Hörgeräte) oder überbrückt (Cochlea-Implantat) werden.

Heute kann jede Art der Hörstörung bis hin zur kompletten Ertaubung ausgeglichen werden.